ALLTAG

Wie sicher auch in Österreich nimmt hier in Indien die Zeit ihren Lauf, einen ziemlich ziemlich schnellen Lauf. Jetzt im Mai stehe ich schon bald am Ende meines Volontariats und kann es wiedermal nicht fassen, wie schnell die Zeit seit August vergangen ist.
Nachdem es bei meinen Beiträgen eher so wirkt, als wäre ich nur unterwegs und würde nur dazwischen immer wieder arbeiten, kommt hier ein kleines Update über meine derzeitige Arbeit in Vijayawada und den Alltag.

Mitte April ist der Sommer hier in Vijayawada eingetroffen und während die meisten Leute mit Sommer wahrscheinlich eher die positiven Aspekte verbinden, fällt es uns die meiste Zeit ziemlich schwer, etwas schönes darin zu erkennen. Die letzten zwei Wochen waren die Höchsttemperaturen zwischen 46 und 48 Grad, und auch wenn man glaubt, dass bei dieser Hitze ein, zwei Grad ja gar keinen Unterschied mehr machen können, liegt falsch. So beginnt unser Tag meist damit, dass wir wenn aufgrund des Weckers nicht schon früher, um spätestens 7:30 durch Schwitzen aufwachen. Nach einer Dusche, die zwar erfrischend aber mehr oder weniger sinnlos ist, da man vor/nach dem Abtrocknen eh sofort wieder nass ist, beginnt man gleich danach, das frisch angezogene Gewand wieder nasszuschwitzen, egal ob man sich bewegt oder einfach nur steht. So geht das dann eigentlich den ganzen Tag, und auch wenn ich es noch so sehr versuche, ich werde mich an das Gefühl von Schweiß der den Körper hinunter rinnt nie gewöhnen können.
Am Wochenende verbringen wir den Nachmittag meistens liegend unter den Ventilatoren und bewegen uns nur wenn es finster wird aus dem Haus, außer um ins klimatisierte Kino, etc. zu gehen. Richtig ungemütlich wirds dann nur, wenn einer der altbekannten ‘Powercuts’, also Stromausfälle ist und wir ohne Ventilatoren auskommen müssen…

Während die Hitze noch weitere unangenehme Sachen wie Schweißausschläge, Heatboils, Kopfweh, usw. mit sich bringt, gibt es auch einen Lichtblick: die Mango-Season. Seit Ende April kann man überall auf der Straße Mango-Verkäufer finden und ihnen für 1€ 4-5 Mangos abkaufen, und sie sind ein Traum! Von Fruitjuice über Mangoeis, egal in welcher Form, die Mango wird hier zurecht als ‘King of the Fruits’ bezeichnet! 🙂

Die letzten 5 Wochen waren für alle indischen Kinder Sommerferien, was für uns bedeutete, dass die meisten Chiguru-Kinder, sofern sie welche haben, zu ihren Eltern fahren durften. Für alle, denen das aus verschiedensten Gründen nicht möglich war, wurde ein Summercamp im Chiguru geplant und ausgeführt, über das werde ich im nächsten Blog-Artikel genauer berichten.

Die ersten zwei Mai Wochen war es außerdem Zeit für meinen dritten Urlaub, der mich nach Sri Lanka führte, um dort der indischen Hitze zu entgehen, wie ich hoffte. Leider fing diese aber erst so richtig an, als ich wieder zurück war.

Ansonsten geht es mir ziemlich gut, auch wenn ich mich jetzt schon sehr aufs Heimkommen freue. Die Zeit hier war und ist immer noch schön, doch nun merke ich schon, dass mir Österreich fehlt. Doch nachdem die Zeit bis jetzt auch so rasend schnell vergangen ist, werden die letzten zwei Monate auch vergehen wie im Flug und ehe wir es wissen, werden wir schon in das Flugzeug zurück in die Heimat steigen.

Klara Verfasst von:

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