HYDERABAD

Hyderabad ist mit ca. 6,8 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Indiens und die Bundeshauptstadt vom 2014 neugegründeten Bundesstaat Telangana. Davor war sie anstelle von Vijayawada Bundeshauptstadt von Andhra Pradesh und letzte Woche auch Treffpunkt für alle Volontäre aus Andhra Pradesh und Telangana.

Obwohl das Volunteers Meeting eigentlich nur für 2 Tage angesetzt war, haben wir zusammen mit den 2 Volontären aus Vishakapatnam, die wir schon im Vorbereitunskurs in Österreich kennengelernt haben, beschlossen, einen vier Tages Urlaub daraus zu machen. Also haben wir uns am Dienstag Nachts in den Zug gesetzt und sind nach einer sechs stündigen Nachtzugreise ziemlich müde und ausgefroren am Bahnhof von einem der Fathers in Empfang genommen worden. Doch spätestens kurz nach der Ankunft im Provincialhouse, dem ‘Hauptquartier’ der Salesianer in Hyderabad, waren alle hellwach und hellauf begeistert unsere Einzelzimmer mit eigenem Bad und Balkon bezogen haben. Alle sind herumgesprungen wie kleine Kinder zu Weihnachten, es war ein so göttlicher Anblick und gleichzeitig wiedermal eine Situation die gut gezeigt hat, wie sehr man in Indien lernt, sich über die kleinen Dinge riesig zu freuen. Nach 2 Stunden Schlaf und einem Frühstück waren wir dann bereit für den Start des Meetings und das Treffen mit den 2 deutschen Volontärinnen aus Hyderabad.

Den Mittwoch Vormittag verbrachten wir hauptsächlich mit Reden. Wir lernten den Provincial besser kennen indem er uns viel von seinem Leben und seinen Tätigkeiten erzählte und wir hatten die Möglichkeit, alle Fragen bezüglich den Salesiandern und Navajeevan Bala Bhavan als Organisation kennenzulernen. Es war sehr interessant zu erfahren, wieviele verschiedene Projeke und Stationen es in ganz Indien verstreut gibt und wieviele Leute dabei tätig sind. Danach bekamen wir noch viele Inputs und Ratschläge, um unser Volontariat noch besser und effizienter gestalten zu können, sodass wir selbst uns auch viel davon mitnehmen können.
Am Nachmittag stand ein kleiner Ausflug zum nahegelegenen Golkonda Fort am Programm, der aufgrund des überteuerten Touristeneintrittspreises aber durch das Alternativprogramm, einem Besuch beim Gandipet See, ersetzt wurde. Gandipet Lake, einer von vier Seen, die ganz Hyderabad aufgrund ihrer Trinkwasserqualität mit Wasser versorgen, war der Platz, an dem wir den Sonnenuntergang genossen und nun zum ersten Mal richtig das Gefühl hatten, auf Urlaub zu sein.
Vor dem Abendessen gab es dann noch eine Session, in der wir unsere eigenen Erfahrungen in unseren Projekten erzählen konnten und vor allem auch die Möglichkeit hatten, Probleme und Verbesserungsvorschläge zu bringen.

Für Donnerstag war Sightseeing geplant. Wir starteten in der Früh und besuchten die Don Bosco Schule gleich neben dem Provincial House, wo wir beim Assembly sogar mit einem Tanz empfangen wurden. Besonders lustig war die Tatsache, dass einfach alle Volontäre nicht glauben konnten, wieviel Disziplin bei einem Assembly herrschen kann, da wir aus unseren Projekten meist eher chaotische Zustände gewohnt sind. Danach ging es mit dem Bus in die Stadt. Unser erster Stop war das Charminar, ein Triumphbogen mit Moschee im Obergeschoss, der vom Stadtgründer erbaut wurde, um an das Ende der Pest zu erinnern. Der nächste Halt war ein Museum, das wir aber aufgrund des noch viel höheren Eintrittspreises als am Vortag wiederum nur von außen besichtigen. Die Mittagszeit verbrachten wir im Projekt von den zwei deutschen Volontärinnen, wo wir zum Glück gratis hineindurften :). Gestärkt ging es dann zu Birla Mandir, einem Hindu Tempel aus 2000 Tonnen weißem Marmor, von dem man die ganze Stadt überblicken konnte. Egal wo man hinsah, die Häuser hörten nicht auf! Aufgrund von Sicherheitsvorschriften durften leider weder Kamera noch Handy mitgebracht werden. Abschließend besuchten wir dann noch einen von Hyderabads Bazars, wo natürlich keiner von uns den vielen angebotenen Kleinigkeite wiederstehen konnte.
Das Highlight des Urlaubs folgte danach: das Hard Rock Cafe! Burger (erstes Fleisch seit August!!!), Cocktails, Schokokuchen, Live Musik und das YMCA-Tanzen mit den Barkeepers auf der Bar machten den Abend perfekt!

Nach dem anstrengenden Abend verbrachten wir den Freitag Vormittag hauptsächlich mit Schlafen. Nach dem Mittagessen machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Hussain Sagar, einem See in der Stadt, in welchem eine große Buddah Statue steht. Von dort aus spazierten wir herum, tranken Chai und spielten Ninja, was sogleich verschiedenste Kinder anlockte, die daraufhin mitspielten. Gegen Abend ging es dann noch zum Paradise Restaurant, wo wir das für Hyderabad berühmte Chicken Biryani probierten.

Den letzten Tag unseres Kurzurlaubs verbrachten wir in ‘The World largest Film City’. Da viele uns empfohlen hatten, die Film City unbedingt zu besuchen hatten wir nach unserer 3 stündigen Fahrt dort hin schon sehr hohe Erwartungen, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Im Endeffekt war diese Film City nämlich mehr ein ein wenig ausgestorben wirkender Vergnügungspark mit Filmfiguren, Springbrunnen und anderen Bauwerken. Trotzdem war es ganz lustig und wir hatten einen schönen letzten Tag in der großen Stadt, waren dann aber doch froh, dass Vijayawada deutlich kleiner ist, da der Verkehr beim Zurückfahren ein ziemliches Drama war. Sonntags um 5:15 Uhr fielen wir dann zurück in der Wohnung alle ins Bett und starteten um 8 Uhr nach dem Frühstück ‘frisch und munter’ zurück ins Projekt.

Klara Verfasst von:

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