MERRY CHRISTMAS AND A HAPPY NEW YEAR

Schon wieder ist viel zu viel Zeit seit meinem letzten Blog Eintrag vergangen und wie jedes Mal frage ich mich immer wieder, wie die Wochen so schnell vergehen können.
Da Navajeevan grundsätzlich ein christliches Projekt ist, wurde auch hier Weihnachten groß zelebriert. Und zwar ganz so, wie man es sich von Indien erwarten würde – bunt, schrill, leuchtend, blinkend und völlig kitschig!
Schon im November begannen die Vorbereitungen und Tanzproben in allen Teilprojekten und mitte Dezember konnte man schon Anfänge von Krippenbauten erkennen. Unsere Aufgabe war es, den “Christmas Tree” zu schmücken. Leider waren wir wegen dem eher recht armseligen Tannenbaum und den etwas eigenartigen Dekoelementen nur mäßig zufrieden, doch die Kinder waren trotzdem begeistert! 🙂

Am 23. Dezember kamen alle im Chiguru zusammen, um gemeinsam zu feiern. Von allen Teilprojekten kamen Kinder, auch die Navajeevan Kinder aus diversen Schulen und Colleges waren dabei und gemeinsam mit allen Mitarbeitern waren schlussendlich um die 500 Leute im Chiguru versammelt.
Schon in der Früh ging das Programm los, das wie immer streng auf die Minuten genau durchgeplant war und aber wie jedes Mal von Beginn an schon durch einen verspäteten Start nicht eingehalten wurde und ca. 2 Stunden länger dauerte.

Nachdem die viiiiielen Reden beendet waren und alle Ehrengäste ihre Weihnachtwünsche beendet hatten war es dann endlich Zeit für den lustigen Part des Programms, die Tänze und Theaterstücke der Kinder aus den verschiedenen Zentren. Obwohl ein Lied von drei verschiedenen Gruppen für den Tanz verwendet wurde, und Maria meist von einem Burschen gespielt werden musste war das Programm kunterbunt und sehr sehr lustig. Auch wir Volontäre hatten einen Tanz vorbereitet, der für viel Gejubel und Applaus sorgte. Doch mein persönliches Highlight dieses Tages war ohne Zweifel der Weihnachtsmann, der, wie sich später herausstellte, unser sonst eher grimmige Computerlehrer war, jedoch an diesem Tag bei größter Hitze 5 Stunden herumhüpfte und die Kinder unterhielt.

Nach dem Mittagessen standen gemeinsame Spiele und anschließend die Rückfahrt in die Projekte am Plan.
Insgesamt war die Feier wirklich lustig, doch hatte sie für mich wenig mit Weihnachten zu tun. Es war eine Celebration wie jede andere, nur die Personenanzahl war größer. Doch es wurden weder Weihnachtslieder gesungen noch war die für mich gewohnte Weihnachtsstimmung vorhanden. Trotzdem war es ein besonderer Tag, vorallem für die Kinder, was ja die Hauptsache war.


Am 24. hatten wir zum Glück die Erlaubnis bekommen, unser “normales” Weihnachten in der Flat zu feiern. Wir hatten beschlossen, es so europäisch wie möglich zu gestalten, um vielleicht doch noch ein bisschen Weihnachtsstimmung zu erzeugen. Doch bei strahlendem Sonnenschein und 30° Winter Wonderland zu hören war trotzdem einfach nur eigenartig.
Unter Tags wurden noch die letzten Weihnachsgeschenke geshoppt, der kleine Plastikchristbaum dekoriert, noch mehr Lichterketten aufgehängt und die Vorbereitungen für das Festessen am Abend getroffen. Wir hatten uns auf Schnitzel, Pommes und Schokofondue geeinigt und verschiedenste Aufgaben verteilt um eine reibungslose Herstellung zu ermöglichen. Doch wie so oft verlief nicht alles nach Plan.
Das Fleisch für die Schnitzel wartete leider nicht so wie gedacht schon fertig zum parnieren im Kühlschrank, sondern eher tiefgefroren. Nach diversen, sehr kreativen Auftaumethoden ging es dann ans Panieren. Doch wie wir dann feststellen mussten, waren Semmelbrösel nicht so leicht zu bekommen und die die wir aus Europa gebracht hatten, viel zu wenig. Also begannen wir, Toastbrot zu toasten und im Hacker zu Bröseln zu verarbeiten.
Die Verarbeitung von 3 kg Fleisch und 12 kg Kartoffeln dauerte insgesamt 6 Stunden, und das eigentlich für 21 Uhr geplante Essen begann um Mitternacht. Trotzdem war es eine wirklich gemütliche Stimmung, sowohl zu Beginn in der Küche, als auch dann beim Essen auf der mit Lichterketten dekorierten Dachterasse.
Spät aber doch wurde danach mit vollsten Bäuchen noch Stille Nacht gesungen und die Geschenke überreicht. Auch wenn nicht alles wie erwartet verlaufen war und auf keinen Fall mit einem österreichischen Weihnachten zu vergleichen war, war es wieder eine neue und ganz einzigartige Erfahrung und ich habe wieder gemerkt, wie sehr mir die Flatfamilie schon ans Herz gewachsen ist.

Auf diesem Weg möchte ich euch allen nochmals Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünschen! Die Zeit vergeht rasend schnell und schon bald ist die Hälfte meines Volontariats vorbei und ich bin jeden Tag dankbar dafür, diese Entscheidung getroffen zu haben. DANKE an alle, die mir diese Reise ermöglicht haben!

Klara Verfasst von:

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